Durch digitalisierte Werkstoffwahl 40 % weniger Emissionen

Für Daniel Barta, Entwicklungsingenieur bei der SCHUNK SE & Co. KG, steht fest: „Werkstoffdaten sind die Grundlage für jede technische Entscheidung“. Weil die Materialwahl immer komplexer wird, hat er mit Ansys Granta eine digitale Lösung eingeführt. SCHUNK konnte damit unter anderem neue emissionsreduzierende Ansätze ermitteln, die zu einem um 40 % geringeren CO2-Ausstoss von Produkten führen können.

Zusammenfassung

  • Werkstoffe sind beim Spezialisten für Greif- und Spanntechnik SCHUNK ein Schlüssel für Innovation, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.
  • Transparente Materialentscheidungen treffen die SCHUNK-Ingenieure mit Ansys Granta Selector, mit dessen EcoAudit Modul Emissionen um 40 % gesenkt wurden.
  • Mit Ansys Granta MI plant SCHUNK den nächsten Schritt. Mit dem 360° Blick der Unternehmenslösung nutzen künftig alle Bereiche aktuelle Materialinformationen.  

Der Spezialist für Greif- und Spanntechnik plant schon den nächsten Schritt: Ein unternehmensweites System mit allen Materialinformationen.

Daniel Barta ist seit 2012 Entwicklungsingenieur bei SCHUNK. In dieser Rolle beschäftigt er sich auch intensiv mit dem Thema Werkstoffe. Sie sind bei Produkten von SCHUNK einer der Schlüssel für Innovation, für Wirtschaftlichkeit und für Nachhaltigkeit oder, wie Daniel Barta es formuliert, die „Grundlage für jede technische Entscheidung“.

Schon früh hat er nach Möglichkeiten gesucht, wie im Kontext der digitalen Transformation bei SCHUNK auch die Werkstoffauswahl verbessert werden kann. Lange basierte sie – wie heute noch in vielen Firmen üblich – im Wesentlichen auf Erfahrungswerten und Datenblättern.

Bei CADFEM ist er schließlich fündig geworden: Nach einer mehrmonatigen Testphase wurde die Materialdatenbank Ansys Granta Selector eingeführt, die die Entwickler bei SCHUNK seither systematisch bei der Werkstoffwahl unterstützt.

Anwendung eines pneumatischen Parallelgreifers. | © SCHUNK

Anwendung eines pneumatischen Parallelgreifers. | © SCHUNK

Tipps, Tricks & Details: Materialdaten strategisch nutzen

Lesen Sie in der Präsentation „The Role of Material Data in Product Development at SCHUNK – Today and in the Future“ von Daniel Barta (Developer Mechanics Development, SCHUNK SE & Co. KG), wie SCHUNK Materialdaten strategisch nutzt, um Produktentwicklung effizienter, nachhaltiger und datengetrieben zu gestalten.

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Wie Ansys Granta Selector fundierte Materialentscheidungen vereinfacht

Dem Entwicklungsteam steht mit Ansys Granta Selector eine immense Bandbreite an präzisen Werkstoffinformationen zur Verfügung. Die umfassenden Filter- und Vergleichsmöglichkeiten erleichtern auch bei wachsender Komplexität transparente Materialentscheidungen, und zwar schnell und datenbasiert. Im EcoAudit Modul von Ansys Granta Selector werden die Materialien gezielt auf Nachhaltigkeitskriterien überprüft und die entsprechenden Werte ausgewiesen. Da SCHUNK-Kunden ihrerseits Nachhaltigkeitsforderungen erfüllen müssen, sind diese objektiven Informationen ein erheblicher Wettbewerbsvorteil.

Nachhaltigkeitsuntersuchung eines SCHUNK-Standardgreifers durch das EcoAudit Modul von Ansys Granta Selector zeigen CO2-Einsparpotentiale von über 40 %. | © SCHUNK

Nachhaltigkeitsuntersuchung eines SCHUNK-Standardgreifers durch das EcoAudit Modul von Ansys Granta Selector zeigen CO2-Einsparpotentiale von über 40 %. | © SCHUNK

Greifer-Komponenten unter der Lupe: 40 % weniger Emissionen

Was Ansys Granta Selector mit dem EcoAudit Modul leisten kann, zeigt das Beispiel eines Greifer-Systems. Sämtliche Komponenten wurden im ersten Schritt auf ihren CO2-Ausstoss hin analysiert. Im zweiten Schritt rückten die Bauteile mit den höchsten Werten in den Fokus, für die Ansys Granta Selector zwei Ansätze mit den höchsten CO2-Einsparpotential ermittelte.

  • Zum einen die Verwendung von Sekundärmaterialien für die emissionsintensiven Komponenten, also Material mit einem hohen Recyclinganteil.

  • Zum anderen auch deren Produktion durch mit erneuerbarer Energie betriebenen additiven Fertigungsverfahren.
In der Summe wurde bei diesem Produkt eine CO2-Einsparung von 40% erreicht. Mit diesen Ergebnissen aus Ansys Granta Selector kann SCHUNK nun die Entwicklung von nachhaltigeren Produkten aktiv weiterverfolgen.

SCHUNK verfolgt ambitionierte Nachhaltigkeitsziele. | © SCHUNK

SCHUNK verfolgt ambitionierte Nachhaltigkeitsziele. | © SCHUNK
Werkstoffdaten sind die Grundlage für jede technische Entscheidung.
Daniel Barta
Entwicklungsingenieur bei der SCHUNK SE & Co. KG

Skalierung von Materialwissen auf Unternehmensebene mit Ansys Granta MI

Nachdem Ansys Granta Selector messbare Vorteile für die Produktentwicklung bei SCHUNK im Hinblick auf Kosten, Prozesseffizienz und Nachhaltigkeit hervorbringt, führt dies zu Fragen der Skalierung: Wie können auch andere Unternehmensbereiche profitieren, wie kann eine unternehmensweit nutzbare Materialdatenplattform aussehen, wie führt vernetztes Materialwissen zu zusätzlichen Wettbewerbsvorteilen? 

Die Antwort von Daniel Barta und CADFEM darauf heißt Ansys Granta MI – das „MI“ steht für Material Intelligence. Diese Unternehmenslösung steht für einen 360°-Blick auf alles, was mit Werkstoffen zu tun hat. Nicht nur das Engineering, sondern sämtliche Abteilungen mit Berührungspunkten zum Thema Material sind angebunden und liefern bzw. beziehen Informationen – Versuch, Entwicklung, Einkauf, Compliance.

Eine solche digitale, hochgradig vernetzte und stets aktuelle zentrale Informationsquelle reduziert manuelle Schritte in allen Unternehmensbereichen. Sie wird den Umgang mit allen werkstoffrelevanten Informationen bei SCHUNK und seinen Kunden hinsichtlich Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit auf eine neue Ebene heben.

Über SCHUNK

Vor 80 Jahren von Friedrich Schunk als kleine mechanische Werkstatt im schwäbischen Lauffen am Neckar gegründet, ist SCHUNK heute ein internationales Technologieunternehmen im Bereich der Spann-, Greif- und Automatisierungstechnik mit 3.700 Mitarbeitenden. Neben Hightech-Komponenten werden intelligente Komplettlösungen für Robotersysteme, Produktions- und Automatisierungsprozesse in verschiedenen Branchen entwickelt und kundenindividuell geliefert. 

Hauptwerk SCHUNK SE & Co KG in Lauffen am Neckar. | © SCHUNK

Hauptwerk SCHUNK SE & Co KG in Lauffen am Neckar. | © SCHUNK

CADFEM trifft Daniel Barta

Im Gespräch mit CADFEM-Mitarbeiter Marc Vidal gibt Daniel Barta viele weitere Einblicke in das Thema digitalisierte Werkstoffwahl bei SCHUNK. Jetzt Video aufrufen.

Portrait_AK_Blog

Autor

Alexander Kunz

CADFEM Germany GmbH

+49 (0)8092 7005-889
akunz@cadfem.de

Portrait_KKU_Blog

Redaktion

Klaus Kuboth

CADFEM Germany GmbH

+49 (0)8092 7005-279
kkuboth@cadfem.de